oder auch Öhm Wegmann, aber eher bekannt als 'Pater Wegmann', wohnte auf dem Bauernhof Wegmann im Dreieck Natrup, Brock, Herkentrup. Dieses ist an der Grenze zum Niersten Feld. Er hat vielen Geschichten für die Havixbecker Heimatbriefe geschrieben. Zum Wahrheitsgehalt seiner Geschichten kann an dieser Stelle keine Aussage getroffen werden. Er schien aber ein geselliger und gemochter Zeitgenosse gewesen zu sein, denn sowohl unser Vater ließ ihn aus seiner Soldatenzeit recht herzlich grüssen, als auch andere Quellen berichten, dass gerne mit ihm verweilt wurde.
Eine Verwandte des Heinrich Wegmann, berichtete, dass Öhm Wegmann tagsüber gearbeitet hat und sich dann nächtelang dem Lesen hingab. Er sei ein sehr kluger Mann gwesen, der Schiller liebte und eine Zeit lang als Mönch im Kapuzinerkloster gelebt hat. Aber als er dann das Mönchsleben erfuhr, verliess er es mit den Worten: „Nee dat mach ich nich“.
Öhm Hardt, der ihn wohl des Öfteren besuchte, überlieferte, dass er auf dem Hof eine Stube bewohnte, die sehr spartanisch ausgestattet war und nur ein spärliches Licht (eine Funzel) über dem Tisch diente der Beleuchtung. Wollte man seine Stube betreten, so musste man erst Spinnennetze aus dem Weg räumen. Der Eintritt in seine Stube war den Frauen nicht erlaubt, so soll nie eine Frau seine Stube betreten haben und ein Spruch am Eingang machte seine Einstellung deutlich:
„ Das Kreuz allein wär' nicht so schwer, wenn nur das böse Weib nicht wär“.
Aus einer anderen Quelle wird berichtet, dass er sich zum Essen stets auf die Treppenstufen setzte, die zu seiner Kammer führten und dort sein Mahl einnahm. Er hatte eben seine eigenen Vorstellungen, er war eben ein Original.
Ich würde mich freuen, mehr über Heinrich Wegmann und seine Geschichten zu erfahren. Vielleicht schaut ein jeder, der diese Zeilen liest, einmal in seinem Fundus, ob es die ein oder andere Geschichte oder das ein oder andere Foto gibt. Gerne möchte ich seine Geschichte und Geschichtchen zusammenfassen.


