Alt wurden die Menschen sehr häufig nicht. Sterben gehörte zum Leben dazu. Diese Tatsache spiegelt sich auch in den Ritualen bei Beerdigungen wieder. War jemand gestorben, so war es selbstverständlich, dass der Leichnam für einige Tage –in der Regel drei- zu Hause aufgebahrt wurde. Somit konnten alle Trauernden in Ruhe Abschied nehmen. Des Abends traf sich die Nachbarschaft zu einem gemeinsamen Rosenkranzgebet.
Am Tage der Beerdigung wurde der Sarg mit dem Verstorbenem auf einem Wagen in Dorf gebracht, gefolgt von einer Prozession der Trauernden. Unterwegs wurde für den Verstorbenen erneut der Rosenkranz gebetet.
Es wird berichtet, dass der Bauer über die Tenne seinen letzten Weg antrat und niemals durch die Haustür hinausgebracht wurde. Ebenfalls wird berichtet, dass das Vieh im Stall den Bauern auf seine Weise, mit viel Lärm, verabschiedete.
Die Bestattung erfolgte im Familiengrab auf dem Friedhof in Havixbeck. Die Trauergemeinde fand sich dann zu einer Trauermesse in der Pfarrkirche zusammen.
Den Abschluss der 3-tägigen Trauerzeit bildet in der Regel ein gemeinsamer Beerdigungskaffee, zu dem die Angehörigen einluden.
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